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Übungsaufgabe 5: Umgang mit Effekten am Beispiel „Chorus“ in Cubasis VST 5

 Erstelle ein Schlagzeug-Pattern oder sonst ein kleines „Arrangement“ mit einer hervorgehobenen Stimme. Beispiel: effekte.mid (= Open Hihat, closed Hihat, Snare, Bass Drum), auch als effekte.all (Cubasis Song).

 Wir gehen im Folgenden von dem Drum-Pattern „effekte.all“ (effekte.mid) aus. In der Spalte „Instrumente“ des Arrangements sieht man, dass nicht die Soundcard sondern das Plug-In „LM-9“ (Drumcomputer-Sounds) verwendet wird. Ist dies nicht der Fall, so mittels Mausklick die entsprechende Einstellung vornehmen. Der Bass spielt auf dem Plug-In „E-Bass VB 1“.

 Um einen Audio-Effekt auf eine der hier vorliegenden Stimmen anwenden zu können, muss das entsprechende Midifile in ein Audiofile (WAV-Datei) verwandelt werden. Dies wäre nicht möglich, wenn die Soundcard als Klangquelle verwendet würde. Werden aber Plug-Ins verwendet, so kann Cubasis ein Midifile in eine WAV-Datei verwandeln („umrechnen“):

Die um zu wadelnde Spur (ratsam zuerst „open Hihat“) anklicken und durch Drücken der Taste „S“ (steht für „Solo“) alle Spuren bis auf die angeklickte Spuren stumm schalten. (Einzelnes Stummschalten: Klick in die Spalte „M“.) Nun in Menue Datei ® Exportieren oder Audio exportieren ® Speicherort und Namen wählen ® OK. Die neue WAV-Datei entsteht als neue Spur. (Zugleich ist sie auch abgespeichert.) Die alte Midispur löschen.

 Die neue WAV-Spur kann nun mit einem Chorus-Effekt versehen werden:

Menue Audio ® VST Chanel Mixer. Ein Mischpult erscheint. Das Arrangement abspielen und beobachten, auf welchem  „Kanalzug“ ein Ausschlag zu sehen ist. Dies ist die neue WAV-Datei-Spur. Klick auf „Insert“ öffnet ein „leeres“ Effektgerät. Klickt man in das Feld „No Effect“ und zieht mit der Maus auf „Chorus“, so ist das Effekt-Plug-In „Chorus eingeschaltet. Nach einem Klick auf den „Power-Knopf“ (links unten) ist das neue Effektgerät eingeschaltet.

 Die WAV-Datei als Loop abspielen (Schleifen-Symbol im Transportfeld!), zusammen mit den übrigen Midi-Spuren des Arrangements. In der Mitte des goldenen Effektgerätes steht „PARA“, hier können die Effektparameter gewählt werden, deren Größe dann mit dem großen Rad eingestellt wird. Die Parameter im Einzelnen:

 „Time“: die Zeit, um die das Signal verzögert und in das ursprüngliche Signal gemischt wird. Die Zeit wird in Anzahl von Samples“ angegeben (also 44 100 Samples = 1 sec, 4 samples = 1 msec, sinnvoll sind Werte zwischen 100 und 500).

Width: die Stärke, mit der die LFO-Modulation wirkt.

LFO: die Frequenz des Low Frequency Oszillators, der die Verzögerungszeit moduliert.

Feedback: der Prozentsatz des Signals, der zurückgeführt wird (gibt die Intensität der Rückkopplungsschleife an).

Feed Bal (feedback balance): gibt an, wie stark der Rückkopplungseffekt auf das direkte Signal gemischt werden soll. Werte über 0,6 führen zu intensiven Rückkopplungen. Nahe 1,0 entsteht ein Pfeifen (Vorsicht!).

Glimmer: weiß ich nicht, eventuell ein Filtereffekt.

Output: gibt an, wie stark das Endergebnis des Effektgerätes in das Mischpult zurückgeführt werden soll („insert“).

  

Alles Weitere ist: hören und probieren!