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Musik und Meditation

Meditatives Singen

 

Vorübung: "Stein(e) weiter reichen"

Alle stehen im Kreis.

1. Formanten

SL gibt einen Stein seinem rechten Nachbarn zusammen mit einem gesungenen "U". Der Nachbar nimmt Stein+Ton auf, gibt beides seinem Nachbarn weiter. ... Es soll ein Dauerton auf "U" entstehen.

SL gibt einen weiteren Stein auf "O" weiter... Es entsteht ein Doppelklang.

SL gibt noch einen Stein auf "A" weiter ...

Eventuell noch "E" oder "I".

2. Akkord

Dasselbe mit "mmm" und unterschiedlichen Tonhöhen. Es entsteht ein Akkord.

 

Hauptübung: "Seinen Eigenton finden und variieren"

Alle stehen im Kreis, Augen zu.

Eigenton suchen

Alle singen einen Ton auf HU-O-A-O-UM solange es geht.

Wer fertig ist, atmet ruhig und singt auf einer anderen Tonhöhe wieder HU-O-A-O-UM.

12 Mal wiederholen. Ins gleiche Timing kommen!

Eigenton finden

Der letzte Akkord wird als Dauerakkord gesungen. Beliebiger Vokal. Jede/r überprüft seinen Ton und Vokal und kann beides noch variieren bis sie/er mit ihrem/einem Ton und dem Gesamtklang zufrieden ist.

Eigenton prüfen

Dann wird dieser "Akkord" sehr lange gesungen. Jede/r kann gelegentlich seinen Ton leicht variieren: sowohl hin zu benachbarten Vokalen als auch hin zu Halb- oder Ganztönen darüber oder darunter (kein glissando). Aber stets den Eigenton als Zentrum aller Aktivitäten bewahren. Stets auf den Gesamtklang hören!

Eigenton verlassen und wiederfinden

Wer seinen Eigenton zeitweilig verlassen will, kann sich in die Mitte des Kreises legen und den anderen zuhören. Sie/Er kann auch wieder in den Kreis zurückkehren und weitersingen.

Eigenton ganz verlassen

Kehrt man aus der Kreismitte nicht mehr zurück, so hat man seinen Eigenton ganz verlassen. Die Meditation ist zu Ende, wenn alle im Innern des Kreises liegen und niemand mehr singt.

 

Nach Michael Vetter, Rain O. Brinkmann, Peter Michael Hamel und Karl Adamek.