Wms.jpg (2163 Byte)

 

  Home   iii-twiskenstudio   Kursmaterialien   Forschungsprojekte   Publikationen   Interkulturelle ME

Blatt 1

Geschichte der elektronischen Musik

Themenfelder

1. Die ersten elektronischen Spielinstrumente zwischen U und E und deren Revival in den 90er Jahren: Theremin, Ondes Martenot, Trautonium/Mixturtrautonium.

2. Die ideologischen und polit-ästhetischen Hintergründe in der ersten Jahrhunderthälfte: Italien, Russland - Futurismus, Emanzipation von Klang und Geräusch, Maschine und Technik als Thema von Kunstmusik (Rusollo, Varése, Schönberg, Webern).

3. Tape Music und musique concrète: John Cage, die Pariser Schule (Pierre Schaeffer), IRCAM und musique concrète bis heute, die Soundscape-Bewegung.

4. Die strenge Elektronische Musik der 50er und 60er Jahre: serielle Musik und das reine Klangmaterial, serielle Sprach-De-Komposition; Stockhausen, Eimert, Boulez, elektronische Studio- und Radiomusik.

5. Anfänge der Computermusik und computerisierten Elektronik in den USA: von Babbitt und Hiller, stochastischer Musik(analyse) bis zu „Switched On Bach".

6. Elektronic goes Jazz, Folk und Pop: Electric Jazz (Bitches Brew), Electric Folk (Bob Dylan), Klangcollagen und der Übergang zur Studio-Band (Beatles) und Synthi-Pop: Here ist the Moog. Psychedelic Music: Tangerine Dreams.

7. „Formalisierte" Musik und Computerkomposition in Europa: von Xenakis, Barlow, Koenig ... bis zur ICMC 2000 in Berlin.

8. Elektronik und politische Botschaft: die Realismus-Konzeptionen von Nono, Zimmermann bis Goebbels, die „Soziologie der elektronische Musik" von Stroh.

9. Von Kraftwerk bis Techno: repetitive Musik, „Technik" als Thema, Da-Da-Da, die technischen und ideologischen Voraussetzungen von Techno, Techno zwischen Avantgarde und Love Parade.

10. Mensch-Maschine: interaktive Musik, Installationen, das „Interface", Brain & Body, virtuelle musikalische Räume, Multimedia im Heimstudio, der DJ als Musiker.

11. Crossover, Hybridisierung, Collage und Sampling: die elektronische Globalisierung, elektronische Weltmusik-Konzepte von Stockhausen über Gabriel bis zum Musik-Chatroom, die Kunst der Collage, Wiederaufbereitung und De-Komposition

Überblicksliteratur

  • Wolfgang Martin Stroh: Zur Soziologie der elektronischen Musik. Amadeus Zürich 1975.
  • Bernd Enders: Lexikon der Musikelektronik. Goldmann/Schott München/Mainz 1985 (weitere Neuauflagen bis heute).
  • André Ruschkowski: Elektronische Klänge und musikalische Entdeckungen. Reclam Stuttgart 1998 (zuerst erschienen als „Soundscapes" 1990 im Verlag Lied der Zeit Berlin).
  • Joel Chadabe: Electric Sound. The Past und Promise of Electronic Music. Prentice Hall Upper Saddle River N.J. 1997.
  • Wolfgang Martin Stroh: Musikalische Akustik, Instrumentenkunde und Neue Technologien. Scriptum Oldenburg 1997.

Literatur zu den Themenfeldern

Im Handapparat der Uni-Bibliothek und im Laufe des Seminars.