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Blatt 5

Paris 1948-58: musique concrète

Terminologie:
  • musique concrète/konkrete Musik
  • music for tape
  • elektroakustische Musik
  • radiophone Klangkunst
  • Neues Hörspiel
  • Soundscape

Schaeffers Systematik der musique concrète:

  • Der Begriff des Musikinstruments,
  • die hergebrachte Notation, der Kunstwerkbegiff,
  • die traditionelle Beziehung Komponist-Ausführender-Publikum

... sind in Frage gestellt.

Die Postulate:

  1. Vorrang des Ohres,
  2. Bevorzugung der realen akustischen Quellen,
  3. Erforschung der Sprache.

Daraus folgen 5 Regeln:

  1. Regel: neue Gehörbildung,
  2. Regel: Klangobjekte schaffen,
  3. Regel: Musikalische Objekte bilden,
  4. Regel: vor Realisierung von Werken Studien durchführen,
  5. Regel: Arbeit und Zeit.

Konstitutive Merkmale der musique concrète sind (nach Frisius):

1. die Universalität des (konkreten) Klangmaterials,

(a) überwiegend Schallereignisse der Umwelt,

(b) Stimm- und Sprachlaute,

(c) „vorgefundene Musik".

2. technische Fixierung des Klangmaterials,

3. technische Verarbeitung des Klangmaterials:

(a) durch Veränderung des Klanges selbst,

(b) durch Veränderung der Form des Klangobjekts,

(c) Transposition.

4. wissenschaftliche, empirische Klangforschung,

5. Montage = komplexe Klänge in Elementarbestandteile zerlegen, verändern und neu zusammensetzen:

(a) Fragmentierung eines Klangobjekts,

(b) mechanische Wiederholung (geschlossene Rille),

(c) Rückwärtsabspielen,

(d) Transponieren,

(e) wechselnde Abspielgeschwindigkeiten.

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Grundproblem der Ästhetik (Form und Inhalt):

Frage der Herkunft der Klänge: durch technische Umformung soll die ursprüngliche Identität verloren gehen, in jedem Falle ist die Herkunft sekundär gegenüber den Klangeigenschaften. „Maßgeblich für die musique concrète ist nicht die Herkunft der Klänge, sondern ihre vom konkreten Höreindruck ausgehende Beschreibung und kompopsitorische Verwendung."

Abbildung: Philips-Pavillon auf der Brüsseler Weltausstellung, für den Varèse und Xenakis ein Poème Electronique komponiert haben.

Vier Stücke aus den Jahren 1948-49 wurden in Arbeitsgruppen bearbeitet
Etude aux casseroles Prosopée aus: Symphonie pour un homme seul Etude aux chemins de fer ? (Stimmen und präpariertes Klavier)

 Atbeitsblatt  

Titel/Komponist/Jahr: ..........................................................................................................................................................................

 

Liste der hörbaren Klangobjekte: Herkunft erkennbar? (ja/?/nein)
1  
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3  
4  
5  
6  
7  
8  
9  
10  

 

Liste der erkennbaren Techiken, mit denen die Klangobjekte bearbeitet werden:
1
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3
4
5
6
7
8
9
10

 

Zusatzfragen als Diskussionsanregung:

Sind kompositorische Maßnahmen erkennbar, die über Auswahl und technische Bearbeitung der Klangobjekte hinausgehen?

Welche „Aussage" hat das Stück? Und welche Rolle spielt für diese „Aussage" die Herkunft der Klangobjekte?