"Mira" und die Stimmung des Bremer Gamelan
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Stimmung des Bremer Gamelan: Pelog-Saron

Saron

Im Überseemuseum steht seit 1995 ein zweites komplettes Gamelan-Instrumentarium, das siebentöniggestimmt ist (Pelog). Die Sarons haben wie die des Slendro ebenfalls sieben Platten, allerdings sind diese Platten mit 1 bis 7 durchnumeriert. Die Tonhöhen befinden sich innerhalb einer einzigen Oktave. Der Ton Nummer 6 hat im Pelog und Slendro annähernd dieselbe Frequenz.

 

Die Klänge des Pelog wurden digital aufgenommen, als AU-Dateien abgespeichert und "vermessen". Falls Ihr Internet-Browser ein Shockwave-PlugIn besitzt bzw. Sie sich von der Seite https://get.adobe.com/de/shockwave/ herunter laden und installieren (dies ist ein einmaliger Vorgang, der Ihnen auch ansonsten nützlich sein kann), dann können Sie hier alle Bremer Saron in Pelog-Dtimmung hören und mit der Maus live (und im Originalklang) spielen. Klicken Sie zunächst auf "START" und später dann auf die einzelnen Platten.

 

In der Tabelle stehen die Ergebnisse der Frequenzmessung. Auch wenn man aus diesem Pelog zwei Töne entfernt, wie es die meisten javanischen Pelog-Stücke vorsehen, so erhält man doch nie die Slendro-Stimmung. Beide Stimmungen sind autonom. Beide Stimmungen, Slendro und Pelog, erscheinen zwar "chaotisch", sind es im mathematisch-strukturellen Sinne auch, sind deshalb aber noch lange nicht willkürlich, zufällig oder ungewollt. Die Werkstatt des Königshofes Mangkunagaran von Surakarta wacht sorgfältig über genau diese Stimmung, über genau diese Art der "Chaotik".


 




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