Eine DVD mit sämtlichen Materialien aus diesem Kurs ist erhältlich. Sie wird an Personen, die nicht am Kurs teilgenommen haben, zur Ansicht zugeschickt. Ergänzend sollte die frühere DVD aus dem Jahr 2004 hinzugezogen werden, da diese die Materialien kommentiert, während die aktuelle DVD lediglich alle Musikbeispiele, Videoclips, PowerPoint-Präsentationen und Arbeitsblätter ohne weiteren Kommentar enthält.
Musikkulturen der Welt |
Die Thematik der Veranstaltung geht von der Notwendigkeit aus, dass Musikstudent/innen einen möglichst weiten und breiten „Blick" auf die Musikkulturen der Welt haben sollten. Weniger Detailwissen über Schrutis, Kreuzrhythmen, Maqams oder Zirkulationsatmung ist dabei wichtig, sondern vielmehr ein allgemeines Verständnis weltweiter musikkultureller Umbruchprozesse (Stichwort „Globalisierung").
Die Unterrichtseinheiten sind jeweils einem Musikkulturkreis gewidmet und werden so abgehandelt, dass
Die Musikkulturen der Welt haben unverkennbare und bei aller Heterogenität spontan spürbare "Identitäten". Solche Identitäten sind nichts ewig Gültiges, kein "nationales Eigentum". Sie sind vielmehr Prozesse. In jeder Momentaufnahme erscheint eine Welt-Musikkultur als inhomogen, sehr differenziert, vielfältig und widersprüchlich. Über größere Zeiträume hinweg betrachtet erweist sich Identität als die charakteristische Art der Wandlung und Veränderung, der Art und Weise, wie Traditionelles bewahrt und wie auf neue Einflüsse reagiert wird. Zwischen der Identität und den aktuellen Globalisierungsprozessen besteht kein grundsätzlicher Widerspruch. Vielmehr entfalten sich die Identitäten im Prozeß der Globalisierung (auf "individuelle Weise"), sie reagieren nicht nur auf die Globalisierung, sie beeinflussen auch den Prozess der Globalisierung. Je nachdem, wie selbstbestimmt und selbstbewusster diese Auseinandersetzung mit der Globalisierung ist bzw. sein kann, erscheinen auch die Identitäten mehr oder weniger selbstbestimmt. Es ist zu beobachten, daß es neben den Tendenzen der Vereinheitlichung der Musiken aus aller Welt auch Tendenzen einer Ausdifferenzierung der globalen Musik durch die Musiken der verschiedenen Kulturen gibt. Die meisten Kulturen der Welt sind keineswegs nur Opfer der Globalisierung sondern auch Mitgestalter. Die "globale" Musikkultur ist nicht nur ein Konstrukt internationaler Musik- und Elektronikkonzerne, sondern auch jener Menschen, die sich nicht bedingungslos vermarkten lassen. Sie ist ein vielfältiges Konzert für alle, die darauf hören können. |

| Print (pdf) | Aufgaben (pdf) | Downloads (sonstiges) |
|
| Ausgangspunkt: Deutschland und Migration in Europa | |||
| 1. Weltkulturen im Überblick (8.4.) - die Quellenangaben und Titel zu "Stimmen der Welt" (download pdf) | Blatt 1 ("Stimmen" Arbeitsblatt) Blatt 2 (Weltkulturen Übersicht) Blatt 3 (Globalisierung etc.) |
HA 1 auf Blatt 3 | Stimmen-mp3 nur im StudIP |
| 2. Woher die "alten Migrante" kommen - Musik aus dem Mittelmeerraum (15.4.) | Blatt 4 (Arabische Musik Theorie) Blatt 4a (Rembetiko Noten) Blatt 5 (Musikinstrumente Übersicht) |
HA 2 | Musikbeispiel zur HA 2 im StudIP |
| 3. Woher die "neuen Migranten" kommen - Musik aus Osteuropa (22.4.) | Blatt 6 (Osteurpa) Blatt 6a (Klezmermusik) |
HA 3 | siehe Klezmerseite! |
| Die Welt-Rundreise beginnt | |||
| 4. Embryos Reise ("mit Ethno-Rock fing alles an") - Musik in Indien (6.5.) | Blatt 7 (Musik in Indien) | HA 4 | Musikbeispiele zu HA 4 |
| 5. Musikalische Archetypen - Musik aus Innerasien (20.5.) | Blatt 8 (Innerasien) | HA5 | 2 Musikbeispiele zu HA 5 im StudIP |
| 6. Musikalische Hochkulturen: Tradition und Moderne - Ostasien (Japan, China, Korea) (27.5.) | Blatt 9 (China) |
Musikbeispiel zu HA 6 im StudIP | |
| 7. Gamelan und Anklung - Indonesien (3.6.) | Blatt 10 (Indonesien) | HA 7 | Musik im StudIP |
| 8. Musik und Natur - Didgeridoo - Australien (10.6.) | Blatt 11 (Australien) | HA 8 | Musik-Link zu "MyVideo" |
| 9. Von Neuseeland nach Hawaii - Polynesien (17.6.) | Blatt 12 (Polynesien) | HA 9 | --- |
10. Musik Nordamerikas und in Mexiko und Musik in Lateinamerika (24.6.) Anmerkung: Oldenburger Materialien zu Lateinamerika im Internet: Guantanamera, Cucaracha, Capoeira, Yo no fui (Chile und die Diktatur), Eas danzan solas (Sting und Cueca), Mifilies, viele Musikstücke und Infos zu den Ländern |
Blatt 13 (Lateinamerika) | Libertango (Video) | |
| Blatt 13a (Data una vuelta) | identisch mit Blatt 13a | Musikbeispiel im StudIP | |
| 11. Zwischen Mbira und Trommel - Musik Ost- und Westafrikas (1.7.) | Blatt 14 (Afrika) | HA 11 | - |
| 12. Zusammenfassung und Überblick (8.7.) | Blatt 15 (Überblick) | --- | Lösungsblatt zu den Collagen |
Im Laufe des Kurses werden Fragen (siehe oben "Aufgaben" zum Donwload) ausgegeben, die zur aktiven Mitarbeit anregen sollen (sog. "Hausaufgaben"). Dieser Fragenkatalog wird am Ende des Kurses als punktuelle Prüfungsleistung "abgefragt". Dabei können die Studierenden zwischen einer schriftliche Befragung (Klausur) oder einer mündlichen (Prüfung) wählen. In jedem dieser Prüfungsvorgänge kann der Prüfling eine Frage nach eigener Wahl intensiver/ausführlicher beantworten und muss anschließend kurze Antworten zu anderen Fragen des Fragenkatalogs abgeben.
Prüfungskriterien und Prüferstrategie:
Kriterienkatalog (aufsteigender Anspruch):
- Reproduktion von Fakten (richtig – falsch, vollständig – unvollständig))
- [Immanentes] Verständnis dieser Fakten (ja – mäßig – nein)
- Zusammenhänge unter den Fakten herstellen, Querverbindungen (immer – manchmal – kaum)
- [weiterreichendes Verständnis]Transfer auf neue Gebiete/Fragestellungen (ja – nein)
- Kreative Eigenleistung, Weiterdenken, neuartige Aspekte (ja – nein)
Prüferstrategie:
Die Gesprächsführung des Prüfers ist so gestaltet, dass der Prüfling zeigen kann, ob und wie er von der Reproduktion („ausreichend“) bis zur kreativen Eigenleistung („sehr gut“) fortschreiten kann. Lücken auf der Fakten-Ebene können vom Prüfer gefüllt werden, damit trotz Lücken auch die „höheren“ Ebenen im Prüfungsgespräch erreicht werden können. Lückenloses Faktenwissen alleine ist weder besonders gut, noch sind Lücken im Faktenwissen besonders schlecht. Das Universitätsstudium soll Wikipedia weiterführen und nicht reproduzieren.