"Schamanismus und Musik"

schamanlogo

 

E

 Einstieg in die Thematik

 

·       Gemeinsames Trommeln: Gibt es eine „spontane“ schamanische Klangerfahrung?

 

·       Definitionen: Diskussion mehrerer Definitionen; warum es sinnvoll ist, wenn wir uns zwar auf keine Definition festlegen, das Terrain dennoch eingrenzen (z.B. „schamanische Praktiken“ etablierter Religionen und Kirchen  weglassen und uns im breiten Feld der weltweiten Praktiken „Musik und Medizin“ auf speziellen Techniken einlassen).

 

·       Kurzvorstellung (= Kursplanungsvorgaben) der beabsichtigten Inhalte (um auch dadurch eine gewisse Eingrenzung der Thematik deutlich zu machen):

 

(a) Traditionelle schamanische Praxis und deren musikalische Erscheinung auf dem Weltmarkt:

 

1.   Tuva (für die Region Sibirien bis Mongolei),

2.   Korea (für den ostasiatischen Raum),

3.   Aborigines (Australien),

4.   Samen (für Nordeuropa),

5.   Indianer Nordamerikas (für den amerikanischen Raum).

Weitere mögliche Beispiel sind für Einzelreferate geeignet: Shona (Mbira, Ostafrika), Medizinmänner Westafrikas, Zulu (Südafrika), Tonga (Zimbabwe/Sambia), Voodoo (Haiti, Karibik), Kahuna (Hawai’i, Pazifik), Ausdifferenzierungen in Europa und in Lateinamerika.

 

(b) Neo- und Stadtschamanismus und das „westliche Interesse am Schamanismus“:

 

Das System Michael Harners (Foundation for Shamanic Studies),

die workshop-, Eso- und New Age-Szene (Uccusic, Roth, Goodman u.a.),

das deutsche Institut für schamanische Forschung (Gastvortrag Axel Brück),

Schamanische Erfahrungen bei Techno,

der avantgardistische Künstler als Schamane,

schamanische Praktiken in der Musiktherapie der BRD (W. Strobel, W. Meyberg, R. Flatischler).

 

(c) Wissenschaft:

 

Bewußtseins- und Gehirnforschung;

Braintechnologie, Musik und Bewußtseinsveränderung aus musikpsychgologischer Sicht;

modellhafte Erfahrungen und Forschung (Das Oldenburger BrainLab);

Erforschung der schamanischen Reise zu Musik (z.B. im Forschungsprojekt MIDI-Planetarium);

musikethnologische Forschung, Theorien, Methoden - „Lügen Schamanen?“- Beschreibung, Erklärung, Bewertung.

 

·       Was impliziert das Thema „Schamanismus und Musik“?

 

Hörbeispiel: Wiener Produktion zur Tuva-Ausstellung.

Hören ohne Zusatzinformation. Fragen: Wer macht so eine Musik? Wer hört sie? Und wo wird sie gespielt/gehört? Was bringt sie zum Ausdruck? - Nach Zusatzinformation: Was wollten die Produzenten mit dieser Musik „zeigen“, bewirken, erreichen?

 

Die Thesen , die im Thema „Schamanismus und Musik“ enthalten sind:

·       von der „schamanischen Dimension“ jeglicher Musik;

·       vom „Künstler als dem Schamanen der Neuzeit“;

·       von „schamanischen Praktiken in neuem Gewande“ in der aktuellen Jugendszene;

·       von der „schamanischen Doppelung“ als Modell erfolgreichen Verhaltens von Profi-MusikerInnen (auch MusiklehrerInnen);

·       von „Modellfall: Schamanismus-Forschung“ für musikwissenschaftliche Forschung generell.