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Wolfgang Martin Stroh . Saarstr. 22 . D-26121 Oldenburg - Tel. 0441-83645 . E-Mail: wolfgang.stroh@uni-oldenburg.de

Das Bremer Gamelan und seine Stimmung (Forschungsprojekt)

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Die subjektive Wahrnehmung des Gamelanklanges schwankt zwischen „Tonhöhe“ und „Klangfarbe“.

Eine Tonhöhenempfindung setzt voraus, dass das Schwingungsbild des Instrumentalklanges klare Perioden aufweist. Hier ist das Bild eines Bonang-Klanges:

Ersichtlich ist dies Schwingungsverhalten nicht sehr einfach. Im Kleinen ist es unregelmäßig (was mit den unharmonischen Teiltönen zu tun hat), nur im Großen zeichnet sich eine Periodizität ab, woraus der ein vager intersubjektiver Tonhöhen-Eindruck resultiert.



Bei den Frequenzbestimmungen im vorliegenden Projekt wurden drei Verfahren angewandt:


1. Dem Instrumentalklang wurde ein Sinuston überlagert und beobachtet, bei welcher Sinuston-Frequenz die Schwebungen minimal sind (Schwebungsmethode).

2. Im Schwingungsbild wurde die Zeit für ca. 20 Perioden bestimmt und daraus die Einzelperiodenzeit bestimmt (Mittewertmethode).

3. Ein Fourieralgorithmus wurde auf das Schwingungsbild angewandt und die sich dabei ergebende „Grundfrequenz“ bestimmt (Fouriermethode).