gamelan-index ziel messungen midi mira

Wolfgang Martin Stroh . Saarstr. 22 . D-26121 Oldenburg - Tel. 0441-83645 . E-Mail: wolfgang.stroh@uni-oldenburg.de

Das Bremer Gamelan und seine Stimmung (Forschungsprojekt)

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Die Übertragung der Gamelan-Stimmung auf elektronische Instrumente erfordert, dass jede (virtuelle) Taste eines Keyboards oder Computerprogramms individuell feingestimmt wird. Kommerziell zugängliche Möglichkeiten der Feinstimmung arbeiten alle mit reinen Oktaven (was in der Praxis bedeutet, dass die Tonhöhen innerhalb einer Oktav feingestimmt werden und diese Stimmung auf alle Oktavlen übertragen wird).


Lösung 1 (für Live oder PC-Musik): Microtuning von Yamaha (DX 7, TG 77 u.a.). Hier kann jede Taste individuell fein gestimmt werden (wobei eine Oktave in 1024 temperierte Mikrointervalle geteilt werden kann). Diese Lösung wurde für Mira gewählt.

Lösung 2 (für Live): Der Midiausgang eines Keyboards wird über ein spezifisches Programm an den Midieingang zurück geschleift und der interne direkte Weg zwischen Keyboard-Tastatur und Soundmodul unterbrochen. Das Programm erkennt die gedrückte Taste und liest aus einer Tabelle den Pitchbend-Wert ab, der diese Taste auf die richtige Gamelan-Stimmung bringt. (Pitchbendwerte auf der extra Seite.)

Lösung 3 (nur für PC-Musik): In einem Kompositionsprogramm (das faktisch eine Abfolge von Mididaten erzeugt) werden die einschlägigen Pitchbendwerte stets kurz vor dem jeweiligen Tasten-Befehl gesendet. (Pitchbendwerte auf der extra Seite.)

Lösung 4 (nur für PC-Musik): Etwas eleganter und „schneller“ als Lösung 3 ist es, wenn man 16 Gamelan-Tonhöhen auf 16 Midikanäle aufteilt und die (virtuelle) Tastatur eines jeden Kanals einmalig mittels Pitchbend gegenüber der Normallage verstimmt. Das Midifile, das dann die Klänge auslöst brauch nur noch die Tastennummer mit dem entsprechenden Midikanal verbinden.