Musiktherapie und Musikpädagogik
Musiktherapie und Musikpädagogik: Begegnungen mit einem Instrument (Gong)
Die musiktherapeutische Hypopthese zu allen Methoden, die Gongverwenden, lautet: Das Spielen eines Gongs hat eine Doppelfunktion.
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In unserem „IMT-Spiel"
wird eine typische musiktherapeutische Situation am Gong im szenischen Spiel erarbeitet. Be, Go und Sp sind das IMT-Team, das aus Supervisor, Therapeut und Patient besteht. (IMT = Intermusik-therapie.) In einem therapeutischen Setting wird die TherapeutIn üblicherweise direkt Fragen an die PatientIn stellen - im szenischen Spiel „antwortet" der Gong. Dies vereinfacht die therapeutische Situation. Die „Spiegelung" durch die TherapeutInnen ist „indirekt". Indem nicht eine TherapeutIn fragt, sondern der Gong antwortet, wird die Therapie-Situation verfremdet und zugleich im Sinne der „Creative Therapy" musikalisiert. Im Gegensatz zur „Creative Therapy" jedoch anwortet die TherapeutIn nicht auf einem Musikinstrument, sodaß eine Gruppenimprovisation entsteht, sondern verbal im Rollenspiel.
Alle Musikinstrumente
haben den „Doppelchakrakter", von dem das vorliegende Spiel ausgeht. Allerdings ist es beim Gong aus äußerlichen und technischen Gründen besonders einfach, diesen Doppelcharakter sofort zu erfahren, zu akzeptieren und einzusetzen. Bei vielen anderen Instrumenten benötigt man oft viele flankierende Maßnahmen, um diesen Doppelcharakter erfahrbar zu machen.
Diskussionsaufgabe:
Angenommen, dies Spiel wird mit einer Schulklasse durchgeführt, welche Ziele könnten damit verfolgt werden? Unterscheide dabei gegebenenfalls
Gib im letzten Fall an, ob bzw. warum Musik ein besonders gut geeignetes Mittel ist, das genannte Ziel zu erreichen!
(Im vorliegenden Fall wurden nicht nur die Ziele verändert, sondern auch die Methoden! Dies kann, muß aber nicht sein.)