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als künstlerisch-wissenschaftliches Forschungsvorhaben an der Uni Oldenburg 1984-1989

Das Erste improvisierende Streichorchester ist ein selbständiges Ensemble, das 1984 aus einem künstlerisch-wissenschaftlichen Forschungsprojekt an der Uni Oldenburg hervorgegangen ist und noch heute (2022) auftritt. Die wichtigste Informationsquelle rund um dies Orchesterprojekt ist die

Homepage des Ersten Improvisierenden Streichorchesters.

Aufgabe des Forschungsprojekts war die Erforschung spontaner ("improvisatorischer") Interaktion in einem sehr großen Ensemble. Welche gruppendynamischen Prozesse müssen bei "Proben" beachtet werden? Welche Rolle spielt die musikalische Sozialisation der Orchestermitglieder? Welche musikalischen Vorgaben sind notwendig, um konsistente Ergebnisse zu erzielen? (In Abgrenzung von "Gruppenimprovisation" im Sinne musikpädagogischer Inszenierungen á la Meyer-Denkmann oder Friedemann:) Kann sich das Arbeitsergebis vor einem zahlenden und kritischen Publikum öffentlich behaupten? Welche der bekannten Improvisationsmodelle (modale Jazz-Impro, harmoniegeleitete Jazz-Impro, offene Form im Sinne der Avantgarde, Performativer Ansatz, Klangkunst, LandArt usw.), die in der Regel für kleine Ensembles entwickelt worden sind, können verwendet werden? Und so weiter...

In den folgenden Publikationen wurden Antworten auf diese Forschungsfragen formuliert:

Spätere Publikationen, die teilweise das Forschungsthema aufgreifen:

Im Vordergrund jedoch stand 1984-1989 der eklatante "Erfolg" des Orchesters, der an der Tatsache abzulesen war, dass innerhalb des Zeitraums von 5 Jahren 66 Auftritte in teilweise renommierten Veranstaltungsorten sowie im Fernsehen stattfanden.
Den Abschluss der ersten Projektphase bildete ein Festival für Improvisierte Streichermusik, an dem 13 Gruppen teilnahmen.
In einem Gespräch der drei Gründer des Ersten improvisierenden Streichorchesters 25 Jahre nach dessen Gründung, hat Willem Schulz gefragt: „Das Orchester ist in 80er Jahren aus einem alternativen Impuls heraus entstanden und erfolgreich gewesen, warum aber konnte es in den 90er Jahren nicht die bundesweit und international „oberste Riege“ erreichen, wie es dem Ensemble Modern, dem Kronosquartett oder einer Reihe von Philharmonischen Orchestern, die heute sich ebenfalls in Performance versuchen, gelungen ist?“ Wolfgang Martin Stroh antwortete darauf: „... weil das Erste improvisierende Streichorchester anstößig war und im Kern bis heute anstößig geblieben ist.“ (Frühe Begründung im Aufsatz 1989.)


Das Erste Improvisierende Streichorchester hat eine "Klangbibliothek" mit 52 Samples (im WAV-Format) erstellt:

Die komplette Klangbibliothek als zip-Datei (Download).

Kurzanleitung zum pädagogischen Umgang mit der Klangbibliothek (Download).


Instrumentenkunde


Obertoncollage


OrchesterHits


Rhythmen


Musik altert nicht, auch wenn die Häupter grau werden (überzeugen Sie sich bei einem der nächsten Auftritte)!


E.I.S. 1986


E.I.S. 2001


E.I.S. 2022

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